
Video und Bildergalerie: 1. Fremdensitzung der FKG
Ein Prädikats-Siegel setzte die Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) am Samstagabend im großen Saal der Orangerie unter ihre erste Fremdensitzung. Grandiose Büttenreden, schwungvolle Tänze und schöne Gesangseinlagen sorgten dafür, dass ein Feuerwerk der guten Laune gezündet wurde.
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Schon im Foyer merkte man den Gästen ihre gute Laune an und dass sie sich auf einen schönen Abend freuten – den sie auch bekamen. Kein Wunder also, das mit Beifall nicht gespart wurde. Prinzessin Isabel LXXXIII. von Brief und Siegel (Dr. Isabel Hohmann) betonte zu Beginn des Abends, wie sehr sie sich mit ihrer Mannschaft auf diese erste Fremdensitzung gefreut habe, wünschte allen Akteuren viel Erfolg und den Gästen einen humorvollen Abend.
Den tänzerischen Reigen eröffneten die Jüngsten des Vereins, die Klitze Klänne. Herzzerreißend wirbelten die kleinen Nachwuchstänzerinnen über die Stadtsaalbühne. Und wieder bewies Nachwuchstanzmariechen Alma Lina Egerer mit ihrem akrobatischen Solotanz, dass sie zu den ganz Großen gehört. Viel Beifall erhielt Prinzessinnen-Mariechen Anna Weißenberger für ihre gekonnte Performance. Ebenso gefielen die Teenys, Sternchengarde und die Tanzgarde mit ihren flotten Darbietungen.
Die Funtastix begeistern mit Showakrobatik
Die jungen Frauen der Showtanzgruppe Föllsche Fusion nahmen das närrische Publikum auf eine tänzerische Reise zu den Sehenswürdigkeiten der Rhön und Fuldas mit und überzeugten mit ihrem Herz für die Heimatregion. Sie sind echte „Kracher“. Gemeint sind die Funtastix. Diese Tanzformation begeistert jedes Jahr aufs Neue mit ihrer exakten und ausgefeilten Choreografie sowie Showakrobatik. In diesem Jahr rissen sie die Gäste zum Thema „Barock infernal“ von den Stühlen.
Humor und Kritik: Büttenredner sorgen für Beifallsstürme
Der Narr in der Bütt, gehört zu einer Karnevalssitzung, wie das Salz in die Suppe. Ihm obliegt es der Obrigkeit den Spiegel vorzuhalten. Und in Sachen Redner hat die FKG so einiges zu bieten. Was einst in Sickels begann, über das Bütten-Battle seinen Lauf nahm und heute zu einer wahren Wortakrobatin geführt hat, all dies ist Charlotte Till. In diesem Jahr überzeugte sie als Stewardess des Lilienfliegers. Da die Ehrenpassagiere der ersten Klasse – also OB, Stadtbaurat und Bürgermeister an der Theke klebten, verspätete sich der Abflug. In der Zwischenzeit plauderte sie ungeniert über ihr Debakel mit der Prinzensuche im vergangenen Jahr. Diesmal ging es um die Welt. Aber nur um festzustellen: Die besseren Jungs gibt es halt nur in Foll. Damit hatte sie die Lacher auf ihrer Seite.
Der Doc von Foll, Dr. Frank Steinhauer, nahm gekonnt die große Politik unter die Lupe und fand auch in Richtung Donald Trump kritische Worte: „Bekäm‘ Trump den Friedensnobelpreis wäre es für ihn ein Fest. Dabei taugt er nicht mal für den Eurovision Song Contest. Eine gefährliche Mischung, beginnende Demenz – gepaart mit geistiger Impotenz.“ Mit viel Humor dagegen ging der Poar von Foll, Stadtpfarrer Stefan Buß, seinem Traum vom Oberhirten nach, sinnierte über die Gummiwerke, Windmühle und Bad Salzschlirf.
Bauer Habersack, alias Michael Bleuel entführte das Publikum zu seinem Rhöner Songcontest – von den Eichenzeller Weckfressern bis hin zu den Fulder Rucksäck – Beifallsstürme inklusive. Markus Hackenberg ist für seine Verwandlungen bekannt. Diesmal standen ihm „Don Camillo und Peppone“ Pate. Als „Don Markus“ in Soultane mit Hut und Weihwasser-Sprengel nahm er die Ereignisse von Föllsch Foll humorig unter die Lupe. So stellte er mit einem Augenzwinkern fest: „Dem Bischof Michael geht’s wieder gut. Das nenn‘ ich großes Glück. Seine Exzellenz ist wieder am Altar zurück.“ Und zur Straßendiskussion in der Stadt bemerkte er: „Eine Straße müsst ihr nicht nach ihm benennen, das ist hier kein Hohn – Die Gerbergasse gibt es ja schon.“
Seitenhiebe mit Augenzwinkern
Selbstverständlich bekamen Fuldas Politiker auch ihr Fett weg. Sei es der Landrat mit Heuschrecken und Mehlwürmern oder Stadtbaurat Daniel Schreiner mit seinen Eislaufideen. Wieder kein Auge blieb bei Axel „Acki“ Elm trocken. Als Sandmännchen plauderte er über Gott und die Welt, ging humorvoll auf Essen, Ehe, Abnehmen und Lebensweisheiten ein. Auch die Seitenhiebe auf den FKG-Präsidenten sorgten für grandiose Erheiterung. „Der Präsident und ich sind von unserer Veranlagung eher schlank – Ja, aber wir leben es halt nicht aus!“ Zusammen mit seiner Tochter Paula hatte er den Startschuss für die Sitzung gegeben. Zu der Melodie von Oliver Mager „Wir sind Mainzer“ sangen die beiden ein auf Fulda umgetextetes Lied.
Apropos Musik und Gesang. Diese kamen nicht zu kurz. Der Musikzug der Bürgergarde (Leitung: Stefanie Schwan) überzeugte nicht nur beim Einzug der Mannschaft, sondern auch mit seiner Bühnenshow. Die Fastnachtssänger rissen die Menge mit ihren Foaset-Hits und dem Prinzessinnen-Lied von den Stühlen, genauso wie die Föllsche Jonge (Jan Frühauf und Alexander Schmitt), die mit Kölner Liedern und Fuldaer Texten unterhielten.
Das Finale der ersten Sitzung, die vom Präsidenten Oliver Weißenberger, Vize Jan Frühauf und Alexander Schmitt moderiert wurde, ging nahtlos in die Aftershow-Party mit DJ Markus Fiedler über.

Bildergalerie: 1. Fremdensitzung der FKG
Fotos: Max Dellemann
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