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Bildergalerie: Friedensgottesdienst der Karnevalisten

„Fastnacht ist mehr als eine Jahreszeit“: Viel Beifall, Reime, Lachen, eine wunderbare Predigt gab es beim diesjährigen Friedensgottesdienst der Karnevalisten.
25.01.2026

Viel Beifall, Reime, Lachen, eine wunderbare Predigt und die Verleihung des Floraordens an Stadtpfarrer Stefan Buß – all dies stand im Mittelpunkt des diesjährigen Friedensgottesdienst der Karnevalisten in der Fuldaer Stadtpfarrkirche.

Jedes Jahr aufs Neue ist es ein beeindruckendes Bild: Der Musikverein Niesig unter der Leitung von Volker Schmitt spielt, und die Fahnenabordnungen der Fuldaer Rand- und Bundesstaaten, die Fahne der Bürger- und Prinzengarde der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) sowie alle Tollitäten ziehen in die Stadtpfarrkirche ein, ebenso wie die vielen Aktiven, die in ihren Uniformen gekommen waren.

 

Friedenskerze wird entzündet

 

Auch dies hat Tradition: Die närrischen Regenten legen feierlich ihre Insignien, Zepter und Kelche am Fuße des Altares ab, um zu signalisieren, dass an diesem Tag nur einer den Ton angibt – nämlich Gott! Im Anschluss entzündete Stadtpfarrer Stefan Buß die Friedenskerze, die der Nordendfürst Thomas Huppmann und Kathrin Klar mit den Worten begleiteten, dass sie alle Pilger der Freude seien und dass die Kerze für alle Karnevalisten, Fulda und die Welt brenne.

Die Treue Gottes und das Wissen, dass Gott allen ein Siegel aufgedrückt habe, sowie der Dank für vielfältige Talente und Gemeinschaft wurden in den Fürbitten der Tollitäten sowie in der Lesung von Prinzessin Isabel LXXXIII. von „Brief und Siegel“ (Dr. Isabel Hohmann) aufgenommen.

 

„Fastnacht ist mehr als eine Jahreszeit“

 

Für zahlreiche Gottesdienstbesucher ist Susi Süssemilchs „Gespräch“ mit Gott immer wieder ein Gänsehautmoment. „Fastnacht ist mehr als eine Jahreszeit – mehr als Jubel, Trubel, Heiterkeit. Sie stiftet Gemeinschaft“, erläuterte sie. Und zum Frieden wusste sie: „Frieden beginnt oft in dem Moment, in dem wir merken, dass Recht haben nicht immer alles ist“ – wie wahr!

Für Stadtpfarrer Stefan Buß erklomm „sein Pilger“ die Stufen der Kanzel, legte den Pilgerhut zur Seite und setzte sich die Narrenkappe auf. Wie er mit einem Augenzwinkern anmerkte, sei er vom Stadtpfarrer angewiesen worden, die Predigt in Reimform zu halten – Gelächter und Zwischenbeifall inklusive. Er freute sich, dass der Schirmherr der Fulder Foaset, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, am Gottesdienst teilnahm. Schmunzelnd fügte er an: „Wir hoffen im Stillen, wir träumen es schon – dass er einst der Prinz auf dem Fuldaer Thron wird!“

Humorvoll ging der „Stellvertreter“ von Stefan Buß auf den Hessentag ein und darauf, dass zu diesem Fest zum ersten Mal die beiden Kirchen, Kurhessen-Waldeck und das Bistum, zusammengehen.

 

Überraschung: Floraorden für Stadtpfarrer Stefan Buß

 

Doch mahnte er auch an, dass die Menschen in einer ernsten Zeit lebten, in der Hoffnung wanke und Friede bebe. Ängste, Sorgen und Streit vorherrschten. „Doch liebe Leut’, grad in der Not, braucht’s Hoffnung, Mut – nicht Angst und Tod! Denn Gott, der lacht mit uns im Fest, hat uns das Leben zugemessen. So ruft’s von fern, so ruft’s von nah: ‚Die Welt ist schwer – doch Gott ist da!‘“

Weiterhin bat er um den Frieden in der Welt und bei allen Menschen, denn dieser beginne schon bei jedem selbst.

Tja, und dann kam der Moment, da der Stadtpfarrer sprachlos war. Das Präsidium der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft mit Präsident Oliver Weißenberger und den Vize-Präsidenten Jan Frühauf und Alexander Schmitt schritt zum Altarraum und hielt eine ergreifende Laudatio auf Stefan Buß. Für sein Engagement für die Fulder Foaset wurde er mit dem Floraorden ausgezeichnet.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musikverein Niesig und an der Orgel von Hans-Joachim Rill begleitet.

 

 

Bildergalerie: Friedensgottesdienst der Karnevalisten

 

Fotos: Ralph Leupolt

 

 

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