

Das historische Stadtmodell
Die meisten von euch sind sicher schon einmal daran vorbeigelaufen – aber nicht jeder weiß, dass das kleine Stadtmodell mitten auf dem Universitätsplatz Fulda so zeigt, wie es vor knapp 300 Jahren aussah.
Das historische Stadtmodell entführt euch nämlich zurück ins Jahr 1727 und damit in die Zeit des Fürstbistums. Wer genauer hinschaut, entdeckt jede Menge Details: die alte Stadtmauer, das barocke Stadtschloss oder auch längst verschwundene Gassen und Gebäude.
So zeigt das Modell das Paulustor noch an seinem ursprünglichen Standort, bevor es 1771 versetzt und gedreht wurde. Auch die alte Stadtpfarrkirche ist in ihrer gotischen Form zu sehen, noch bevor sie im 18. Jahrhundert barock umgestaltet wurde.
Auf Spurensuche durch die Stadtgeschichte
Online findet ihr außerdem eine Übersicht über 24 spannende Punkte der Miniaturstadt, die euch durch die bedeutendsten Orte und Geschichten Fuldas führen. Jede Station erzählt dabei ein eigenes Kapitel: vom Dom und der Michaelskirche über die Wiesenmühle bis hin zum jüdischen Friedhof. Auch weniger bekannte Orte wie das ehemalige Leonhardspital oder das Zentgericht finden hier ihren Platz.
Fulda im Kleinformat mit großer Wirkung
Das Stadtmodell selbst war ein Geschenk an die Stadt und ihre Bewohner und Besucher: 2018 wurde es vom Rotary Club Fulda initiiert und finanziert – in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Vonderau Museum und vielen engagierten Unterstützern als Beitrag zur kulturellen Bildung und als Idee, Geschichte erlebbar zu machen. Das frei zugängliche Modell auf dem Uniplatz lädt jeden ein, Fulda mal aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken.
So viel Handwerk steckt dahinter
Doch wie entsteht so ein Stadtmodell eigentlich? Grundlage für das Modell war ein Kupferstich von Aloys Jestaedt aus dem Jahr 1727. Bevor aber überhaupt die erste Miniaturmauer gegossen wird, steckt jede Menge Vorarbeit dahinter: Kartenstudium, Standortanalyse, historische Recherchen, Ortsbegehungen und die Erstellung eines digitalen Geländemodells.
Bei der anschließenden Umsetzung haben Modellbauer, Steinmetz, Wachsformer, Gipsformer, Gussmeister, Ziselierer und Patinierer gemeinsam gearbeitet. Jedes Haus und jede Straße, die ihr im Modell seht, entstand also durch viele Hände und jede Menge Handwerkskunst.
Es lohnt sich also, beim nächsten Stadtbesuch einmal auf dem Uniplatz stehenzubleiben, um eine kleine Zeitreise zu machen.
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