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Den Sommer genießen: Worauf es beim Sonnenschutz ankommt

Wir lieben die Sommersonne. Sie hebt die Stimmung, sorgt für Energie – und ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Der richtige Sonnenschutz ist unerlässlich!

Wir lieben die Sommersonne. Sie hebt die Stimmung, sorgt für Energie – und ist trotzdem nicht zu unterschätzen. Denn jeder Sonnenbrand hinterlässt Spuren. Die Haut „vergisst“ nichts, und selbst leichte Rötungen können bereits langfristig Zellschäden verursachen. Diese summieren sich über die Jahre und erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Wiederholte Sonnenbrände, vor allem in jüngeren Jahren, gelten als einer der wichtigsten Risikofaktoren. Gerade Kinderhaut reagiert besonders empfindlich und sollte konsequent geschützt werden. Aber worauf kommt es beim Sonnenschutz eigentlich wirklich an?

 

UVA und UVB, chemisch oder mineralisch – was bedeutet das eigentlich? 

 

Der Lichtschutzfaktor auf Sonnencreme gibt an, wie viel länger die Haut theoretisch vor UV-Strahlen geschützt ist, bis ein Sonnenbrand entsteht. Da dieser Schutz in der Praxis durch zu wenig Creme, Schwitzen oder Abrieb oft deutlich geringer ausfällt, ist ein hoher LSF 50 die verlässlichste Wahl für einen wirksamen Schutz.

Übrigens: Während UVB-Strahlen für Sonnenbrand verantwortlich sind, dringen UVA-Strahlen tiefer in die Haut ein und beschleunigen die Hautalterung. Ein guter Sonnenschutz sollte deshalb immer beides abdecken.

Grundsätzlich wird zwischen mineralischen und chemischen UV-Filtern unterschieden. Mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid legen sich wie ein schützender Film auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen – sie wirken sofort nach dem Auftragen und gelten als umweltfreundlicher. Chemische Filter hingegen wandeln UV-Strahlen in Wärme um, ziehen in die Haut ein und benötigen meist eine kurze Einwirkzeit. Sie lassen sich oft angenehmer auftragen, stehen jedoch teilweise in der Kritik, etwa wegen möglicher Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Welche Variante die richtige ist, hängt auch vom Hauttyp ab. Im Zweifel lohnt sich die Rücksprache mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen.

 

Viel hilft viel! 

 

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die richtige Menge. Viele verwenden deutlich zu wenig Sonnencreme, wodurch der angegebene Schutz gar nicht erreicht wird. Als Orientierung gilt: Für den gesamten Körper etwa drei bis vier Esslöffel, für das Gesicht ungefähr ein halber bis ein Teelöffel.

Auch das Nachcremen wird oft unterschätzt. Selbst wasserfeste Produkte verlieren durch Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen an Wirkung. Alle zwei Stunden nachlegen ist sinnvoll – am Strand oder in den Bergen sogar noch häufiger. Wichtig: Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht, sondern erhält sie nur.

Intensive Mittagssonne sollte man gezielt meiden. Zwischen 11 und 16 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Wer kann, sollte sich in dieser Zeit eher im Schatten oder in Innenräumen aufhalten. Doch auch dort gilt: Ganz geschützt ist man nicht. UV-Strahlen werden von Wasser, Sand oder hellen Flächen reflektiert und erreichen die Haut auch unter Sonnenschirmen oder bei bewölktem Himmel.

 

Ganzjährig schützen

 

Ein hilfreicher Richtwert ist der sogenannte UV-Index. Er zeigt an, wie stark die UV-Strahlung an einem Tag ist. Bereits ab einem Wert von 3 sollte die Haut geschützt werden – im Sommer werden in unserer Region oft deutlich höhere Werte erreicht. UV-Strahlen sind allerdings nicht nur im Urlaub oder bei strahlendem Sonnenschein ein Risiko. Auch im Alltag summiert sich die Belastung. Gerade fürs Gesicht lohnt es sich daher, ganzjährig auf Sonnenschutz zu setzen. Mittlerweile gibt es gute Produkte für verschiedene Hauttypen, die keinen weißen Film hinterlassen und gut einziehen. Sogar für Lippen, Augenpartie und Kopfhaut gibt es spezielle Pflege mit Lichtschutzfaktor.

Und noch ein Punkt, der oft vergessen wird: Kleidung schützt ebenfalls. Locker gewebte Stoffe lassen UV-Strahlen durch, während dichtere Materialien oder spezielle UV-Textilien deutlich besser abschirmen. Hut, Sonnenbrille und Schatten bleiben deshalb die einfachsten und effektivsten Begleiter.

 

Und Vitamin D?

 

Am Ende geht es nicht darum, die Sonne zu meiden, sondern darum, bewusst mit ihr umzugehen. Denn Sonnenlicht ist wichtig für unseren Körper: nur durch UV-B-Strahlung kann die Haut Vitamin D bilden. Das spielt eine zentrale Rolle für Knochen, Immunsystem und viele Stoffwechselprozesse. Gleichzeitig gilt: Mehr Sonne bedeutet nicht automatisch mehr Gesundheit. Schon wenige Minuten Tageslicht reichen aus, um die körpereigene Produktion anzukurbeln – ein ausgiebiges Sonnenbad ist dafür nicht nötig. Wer regelmäßig draußen ist, versorgt den Körper in der Regel ausreichend. Und zwar auch mit Sonnenschutz: Studien zeigen, dass selbst bei konsequentem Eincremen kein Vitamin-D-Mangel entsteht.

Wer die Risiken von UV-Strahlung kennt und auf ausreichenden Schutz achtet, kann viele schöne Sonnenmomente guten Gewissens genießen.

 


 

UV-Index

1–2: gering – meist kein Schutz nötig
3–5: mittel – Sonnenschutz empfohlen
6–7: hoch – Schutz unbedingt nötig
8+: sehr hoch – Sonne möglichst meiden

Der UV-Index lässt sich tagesaktuell in den meisten Wetter-Apps auf dem Smartphone überprüfen. Bei uns in Deutschland liegt er im Sommer oft bei 7–8.

 


 

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