WIR LIEBEN

FOASET

Video und Bildergalerie: Friedensgottesdienst 2024

Viele Aktive feierten am Sonntag wieder den Friedensgottesdienst der Karnevalisten in der Fuldaer Stadtpfarrkirche.

Eindringliche Worte, herzliches Lachen und ein kleiner Seitenhieb auf den Schlossturm in Fulda sowie die gewaltige Musik waren einmal Indiz dafür, dass die Innenstadtpfarrei, die Florengäßner Brunnenzeche, närrische Regenten und viele Aktive am gestrigen Sonntag wieder den Friedensgottesdienst der Karnevalisten feierten.

 

 

Jahr für Jahr sorgt der Friedensgottesdienst der Karnevalisten in der Fuldaer Stadtpfarrkirche für viele Gänsehautmomente. Einer dieser Momente war der Hit von Simon & Garfunkel, „The Sound of Silence“ (Klang der Stille), den der Musikverein Niesig spielte.

 

Ein prachtvolles buntes Bild in der Stadtpfarrkirche

 

Aber in diesem Gottesdienst wird auch gelacht und geklatscht. Der Einzug der Fahnenabordnungen der Fuldaer Rand- und Bundesstaaten sowie der Fahne der Bürger- und Prinzengarde der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft und der Einzug aller Tollitäten geben alljährlich ein prachtvolles Bild, ebenso wie die vielen Aktiven, die in ihren schmucken Uniformen gekommen waren.

Traditionell legen die närrischen Regenten ihre Zeichen der Macht, wie Zepter und Kelch am Fuße des Altares ab, um zu verdeutlichen, dass an diesem Tag nur Jesus Christus den Ton angibt. Anschließend wurde die Friedenskerze entzündet,  die die Nordend-Fürstin Jule Kirchner mit den Worten begleitete, dass die Fulder Foaset lebe und das man gemeinsam das Brauchtum stärke.

Frieden in den Kriegsgebieten der Welt, Gewaltlosigkeit und Gelassenheit wurden in den Fürbitten der Tollitäten sowie in der Lesung von Prinz Marco Aberetti Beautycus LXXXI. aufgenommen.

 

Die Foaset verbindet

 

Und auch dies hat Tradition: Susi Süssemichs „Gespräch“ mit Gott. Sie betonte ihm gegenüber, das an diesem Morgen genau die Richtigen im Gotteshaus sitzen. Denn nach einer so kurzen Nacht mit Sitzungen war sie sich sicher, dass die Aktiven Gott spüren wollen. Wie schon in den Fürbitten schilderte sie Gott, dass die Foaset verbinde und dazu auch der Stadtpfarrer Stefan Buß gehöre.

Stadtpfarrer Buß erklomm wie gewohnt seine Kanzel,  wechselte Birett gegen Narrenkappe und hielt seine gereimte Predigt. Sichtlich erfreut war er über sein kleines Jubiläum auf der Kanzel. „Ich feiere mit euch das zehnte Mal, ach wie vergeht die Zeit so schnell wie im Traum“. Seine neue Rolle als Poar von Foll an der Seite des Doc von Foll – der leider nicht zu den Gottesdienstbesuchern zählte – fand genauso Beachtung wie das Prinzen- und das Brunnenpaar und die anderen Fürstlichkeiten.

 

Frieden fängt im Kleinen an

 

Und dann war da noch der Stiftskämmerer Daniel. Für ihn hatte er ein paar ganz schelmische Worte parat: „Der Stadtbaurat steigt jetzt ganz groß bei de Mattebiddel als Stiftskämmerer ein. Mt seiner Bridget vor Jahren als Brunnenpaar war auch ganz fein. Passt auf ihr Leut, ich will euch leise was flüstern, das wird sicher ganz toll, der steigt bestimmt als nächstes ein als Prinz von Foll“. Beifall war da garantiert. Einen kleinen Seitenhieb auf den Schlossturm bekam er dann auch noch mit. Mit einem Augenzwinkern meinte er in Richtung des Stadtbaurates, dass sein Turm zwar teurer sei, aber sein Turm der Stadtpfarrkirche ein schöneres Gewand trage – und wiederrum schallendes Gelächter.

Wer den Pfarrer kennt, weiß dass dieser auch ernste Worte finden kann. Er betonte, dass die Angst vor Streit, Hass und Krieg viele nicht ruhn ließe. Aber wer Frieden wolle, müsse ihn selber tun. Frieden fange im Kleinen an. Jesus habe es vorgelebt. Über alle sein Aufruf schwebe, das man die Feinde lieben solle und nicht hassen – dies sei Christenpflicht. Zum Schluss rief er der Gemeinde zu: „Sei ein Narr um Christi willen! So wollen wir heute wieder alle miteinander fröhlich singen und die Botschaft des Friedens zu allen bringen“.

von Anja Trap

 

Bildergalerie: Friedensgottesdienst 2024

 

Fotos: Memento36

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